Faire Zinsen, fairer Handel

In Schwellen- und Entwicklungsländern überall auf der Welt fristen viele Kleinbauern und Plantagenarbeiter ein trauriges Dasein. Oft arbeiten sie bis zu 15 Stunden am Tag unter menschenunwürdigen Bedingungen und erhalten einen extrem geringen Lohn. Damit eine Familie wenigstens einigermaßen über die Runden kommt, werden selbst kleine Kinder zum Arbeiten geschickt. Trotz harter Arbeit ist ein Leben an oder sogar unter der Armutsgrenze das Schicksal vieler Menschen in der Dritten Welt. Um dieser Ungerechtigkeit entgegenzuwirken, ist der faire Handel entstanden.

Fairer Handel – Was bedeutet das eigentlich?
Fairer Handel bedeutet nicht, Menschen in der Dritten Welt mit Almosen unter die Arme zu greifen. Fairer Handel steht viel mehr für das Handeln nach bestimmten ethischen Grundsätzen. Alle Produkte, die in Fair-Trade-Betrieben hergestellt und in wohlhabendere Länder verkauft werden, erhalten einen Preis, der deutlich über dem Preis des Weltmarktes liegt. Die soziale Absicherung der Arbeiter wie auch eine nachhaltige Produktion der einzelnen Güter zugunsten der Umwelt gehören ebenfalls zu den ethischen Standards, die den fairen Handel bestimmen. Auf diese Weise ist es möglich, gerechte Löhne für Bauern und Plantagenarbeiter zu sichern und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Faire Zinsen ermöglichen fairen Handel
Faire Zinsen gehören ebenso wie die oben erwähnten Standards zum fairen Handel. Sie sind vor allem wichtig für Menschen, die sich eine eigene Existenz aufbauen wollen, denn hierfür ist in der Regel ein Kredit nötig. Wer hier keine fairen Zinsen erhält, ist wohlmöglich nie in der Lage, das geliehene Geld zurückzubezahlen. So löst sich auch der Wunsch nach der eigenen Existenz auf. Zurück bleibt nur noch ein Leben in Schulden.

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29. November 2011
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