Vorteile der Selbstständigkeit

Wer selbstständig arbeitet, wird oft verständnislos angeguckt. Ein hoher eigener Arbeitseinsatz, ein hohes Risiko und kaum Urlaub, die Sozialleistungen sowie die Krankenversicherung und Rentenversicherung müssen selbst gezahlt werden und doch bleibt meist nicht mehr Geld am Ende des Monats, als man in einem vergleichbaren Angestelltenverhältnis hätte verdienen können. Dabei hat die Selbstständigkeit auch gewaltige Vorteile, die sich auf den ersten Blick vielleicht weniger erschließen, jedoch offensichtlich viele Arbeitnehmer Jahr um Jahr bewegt den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.

Unabhängigkeit und finanzielle Vorteile

Die Vorteile der Selbstständigkeit sind natürlich vor allem nicht monetärer Art. Die Unabhängigkeit, sein eigener Chef zu sein und die Dinge so anzupacken, wie man es selbst für richtig hält, ist für viele schon für sich genommen unbezahlbar. Auch wenn man eigene Mitarbeiter hat, kann man sich in Sachen Führungsstil und Unternehmenskultur frei entfalten, ohne jemandem selbst für ungewöhnliche Methoden Rechenschaft ablegen zu müssen. Auch Freizeit und Arbeitszeit lässt sich flexibler regeln, man muss niemanden nach einem Home-Office-Tag fragen oder Entschuldigungen vorbringen, wenn man sich mal verspätet oder früher aufhören will. Doch auch die finanziellen Seiten der Selbstständigkeit sind nicht uninteressant. Denn als selbstständiger Unternehmer kann man auch gewaltig Steuern sparen, wenn man sich mit den Regularien vorher ausreichend auseinandersetzt und es richtig anstellt. Finanzielle Abschreibungen sind fast nirgends im gleichen Umfang möglich wie in der Selbstständigkeit.

Alles Abschreibungsobjekte

Egal ob Auto, Kopierer oder Büroeinrichtung, das alles fällt unter Werbungskosten oder sonstige Kategorien der deutschen Steuererleichterungen für Selbstständige. So ist es vielen Selbstständigen möglich, im Rahmen ihres Unternehmertums ihren Lebensstandard zunächst deutlich zu erhöhen. Was sich wie ein Segen anhört, kann sich allerdings auch als Fluch für den selbstständigen Unternehmer entpuppen. Denn all diese finanziellen Erleichterungen führen natürlich auch zu einem Lebensstandard, der vielleicht nicht zu halten ist, sollte man die Selbstständigkeit einmal aufgeben müssen und wieder zurück in ein Angestelltenverhältnis wechseln. Dann können der Unterhalt der angemieteten Räume, die man vielleicht gleichzeitig als Wohnraum genutzt hat, und die Raten des großen Autos auf einmal unbezahlbar werden. Manch Selbstständiger führt die Selbstständigkeit, selbst wenn in seinem Betrieb ein Plusminus-Null heraus kommt, allein deshalb weiter, weil ihm die laufenden Kosten der gewohnten Annehmlichkeiten sonst Monat für Monat ein großes Minus auf dem Konto bescheren würden. Daher ist es sicher nicht zu empfehlen, die Selbstständigkeit anzustreben, damit man im großen Stil Steuern sparen kann. Dazu liest man sich besser die besten Steuerspartipps im Internet oder in einschlägigen Büchern durch und wendet sie an. Doch ist man schon selbstständig, spricht natürlich nichts dagegen die Steuervorteile auszukosten.

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5. Juli 2011

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